Landrat Thomas Will, Schulleiterin Andrea Kühnl, Axel Lorenz von der Kreisverwaltung (von rechts nach links) Foto: Kreispressestelle

Schulwegplan für Grundschule Nauheim

Zu Fuß sicher zur Nauheimer Schule.

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Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha und Bernhard König (von rechts nach links)

Neue Transparente zum Schulanfang


Am Dienstag, dem 7. August 2018 ist es wieder soweit!

Für viele Kinder beginnt mit dem Schulanfang ein neuer Lebensabschnitt. Nicht nur die Schule selbst ist es, die etwas vollkommen Neues darstellt, sondern auch der Schulweg mit seinen vielfältigen Gefahren. Nach kurzer Zeit müssen sie als „kleine Fußgänger“ selbständig den Schulweg gehen. Vorbei ist die Zeit, wo sie behütet zum Kindergarten gebracht wurden oder lediglich im Wohnumfeld spielten. Es bleibt zu hoffen, dass die bis dahin im Elternhaus oder Kindergärten eingeübten Verhaltensweisen ausreichen, um die Gefahren des Straßenverkehrs bewältigen zu können.
Bereits seit 1998 hängt die Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg, die von der Kreisverkehrswacht Groß-Gerau e.V. angeschafften Transparente „Schulanfänger – Verkehrsanfänger“ auf und nimmt diese nach einige Wochen ab, reinigt sie und hebt sie für das nächste Jahr auf. Auf diese Weise werden insbesondere die Autofahrer auf den Schulanfang und die Schulanfänger hingewiesen und zur besonderen Rücksichtnahme aufgefordert.
In diesem Jahr haben Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha und Bernhard König von der Kreisverkehrswacht nicht Tipps für das richtige Verhalten zum Schulanfang, sondern hat auch 8 neue Transparente aufgehängt.
Die Kreisverkehrswacht hat diese neuen Transparente der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt und unterstützt damit einmal mehr das Bestreben der Stadtverwaltung um mehr Verkehrssicherheit auf den Straßen Ginsheim-Gustavsburgs.

Tipps für den sicheren Schulweg:
- Ermitteln Sie den sichersten Weg zur Schule. Das ist nicht immer der kürzeste, aber mit
  Sicherheit der beste Weg.
-
Gehen Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam.
- Besprechen Sie die Gefahrenquellen auf dem Weg ausführlich und erklären Sie Ihrem Kind,
  dass es die Straße nur an gesicherten Stellen überqueren darf, also an Ampeln oder 
 
Zebrastreifen. Üben Sie mit ihm, wie es sich an diesen Stellen richtig verhält.
- Rollentausch: Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen. Dabei soll es Ihnen
  erklären, was es sieht und was es deshalb tun möchte.
- Begleiten Sie Ihr Kind am Anfang auf dem Schulweg und prüfen Sie nach einer gewissen
  Zeit, ob Ihr Kind den empfohlenen Weg benutzt und ob es noch aufmerksam ist und Ihre
 
Ratschläge beherzigt.
- Vermeiden Sie es Ihr Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen. Sie schaffen durch das
  „Elterntaxi“ nur Gefahren, vor denen Ihr Kind behütet werden soll.

Helfen Sie mit, Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auch mit Verkehrssituationen d.h. Lebenssituationen auseinanderzusetzen. Kinder durch das Elterntaxi vor den Gefahren des Straßenverkehrs behüten zu wollen, widerspricht der schrittweisen Vermittlung von Autonomie und Kompetenz.

 

Acht glückliche Gewinner

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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Pressemitteilung Nr. 238/2018                                                      8. Juni 2018

Fahrradübergabe im Landratsamt Groß-Gerau:

Acht glückliche Gewinner

KREIS GROSS-GERAU  – „Es ist heute ein bisschen wie Weihnachten im Sommer.“ Das sagte Natalie Kubalski - beim Staatlichen Schulamt  für den Kreis Groß-Gerau und den Main-Taunus-Kreis zuständig für Schule und Gesundheit - am Donnerstag, 7. Juni, im Groß-Gerauer Landratsamt. Dort holten sich acht glückliche Grundschulkinder mit ihren Eltern fünf hochwertige Fahrräder und drei Gutscheine über je 150 Euro ab, die sie in Fahrradläden einlösen können. Die Preisübergabe gehört seit mehr als 30 Jahren zum Projekt Verkehrserziehung in Grundschulen, bei dem der Kreis Groß-Gerau, die Kreissparkasse Groß-Gerau, Staatliches Schulamt, Polizei und Kreisverkehrswacht zusammenarbeiten. Zu den Unterstützern der Aktion zählen zudem die Riedwerke Kreis Groß-Gerau.

Norbert Kleinle, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, begrüßte die Gäste im Kreishaus und richtete viele Grüße von Landrat Thomas Will aus, der zu seinem Bedauern terminlich verhindert war. „Ich weiß, Radfahren und Radverkehrserziehung sind eine Herzenssache für den Landrat“, sagte Norbert Kleinle.
Er selbst und die anderen offiziellen Vertreter der beteiligten Institutionen betonten dann, auch stellvertretend für den Landrat, dass nicht nur das Tragen des Schutzhelms wichtig ist, sondern Fahrtraining, motorische Übungen und die Kenntnis der Verkehrsregeln genauso zählen. „Es ist toll, was Polizei und Verkehrswacht an den 27 Grundschulen im Kreis leisten“, so Kleinle, der als Zeichen der Wertschätzung einen Scheck in Höhe von 3000 Euro an Bernhard König von der Kreisverkehrswacht überreichte. 

Bei der diesjährigen Verlosung wurden aus dem Kreis der rund 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der schulisch-polizeilichen Radfahrausbildung folgende Kinder als Gewinner ermittelt:  Lars Kempa (Pestalozzischule Büttelborn), Luis Gnoni (Albert-Schweitzer-Schule Ginsheim-Gustavsburg), Kashif Usman (Schillerschule Groß-Gerau), Annika Sarah Ziegler (Wilhelm-Arnoul-Schule Mörfelden-Walldorf) und Yara Maria Nowka (Im Hollerbusch, Trebur-Astheim). Sie alle erhielten ein Rad. Die Gutscheine gewannen Tizian Töper (Peter-Schöffer-Schule Gernsheim), Isabel Pinto Türr (Karl-Treutel-Schule Kelsterbach) und Delano-Miguel Waraus (Insel-Kühkopf-Schule Stockstadt).

Bernhard König, der die Veranstaltung moderierte, sagte, dass die Radübergabe nur ein Teil im Bündel der Maßnahmen in Sachen Verkehrserziehung ist. So zähle seit mehr als 20 Jahren auch das motorische Radfahrtraining an Schulen zu den Aktivitäten der Kreisverkehrswacht. Und werde immer wichtiger angesichts abnehmender motorischer Fähigkeiten und geändertem Verhalten in der Familie. Manche Schulkinder werden sogar von der praktischen Radfahrausbildung ausgeschlossen, weil die Grundlagen fehlen. Um die Zahl gefährlicher Situationen und Unfälle im Straßenverkehr zu reduzieren und möglichst gering zu halten, sei es jedoch erforderlich, dass Kinder das Rad fahren üben. 

Darum appellierte auch Ralf Drexelius vom Polizeipräsidium Südhessen an die Kinder, möglichst viel draußen zu spielen und sich zu bewegen, um die eigene Motorik zu verbessern. Die Eltern bat er, mit ihren Kindern aktiv, sprich radelnd, am Straßenverkehr teilzunehmen: „Dann können unsere fünf Übungseinheiten in der schulischen Radfahrausbildung am Ende viel besser wirken.“

Zum Termin im Landratsamt brachte die Kreisverkehrswacht ein paar Zahlen mit: Von 27 Verkehrsunfällen mit Rad fahrenden Kindern im Jahr 2016 sank die Anzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2017 auf 19 – das bedeutete einen Rückgang von 30 Prozent, aber immer noch zwei Verkehrsunfälle mehr als im Jahr 2013, dem Jahr mit den geringsten Unfällen. 2014 stieg die Zahl auf 34, ging dann aber wieder deutlich zurück. „So erfreulich das ist: In dem Bemühen, die Verkehrsunfälle auf null zu reduzieren, darf nicht nachgelassen werden“, so Bernhard König.

In diesem Sinne äußerte sich auch Polizeidirektor Jörg Winter von der Polizeidirektion Groß-Gerau.  Er bat darum, immer an den Fahrradhelm zu denken. „Ihr seid die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, sagte er zu den Kindern. Darum sei Schutz umso wichtiger, auch für Ältere. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen tragen 72 Prozent Helm, von den Elf- bis Sechzehnjährigen allerdings nur noch 31 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg ist die Helmtragequote von 17 im Jahr 2016 auf 19 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen.

Einig war man sich bei der Fahrradübergabe, dass das Rad im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen eine noch größere Rolle spielen sollte. Denn Fortbewegung aus eigener Kraft ist gesund, gut für die Umwelt und sie bringt Mobilität und Unabhängigkeit.

Stolz präsentierten die Kinder die Räder und Gutscheine, die sie im Zuge der schulisch-polizeilichen Radfahrausbildung im 4. Schuljahr gewonnen haben, im Foyer des Landratsamts. Es gratulierten ihnen (hinten von links) Sparkassenvorstand Norbert Kleinle, Polizeidirektor Jörg Winter, Harald Müller (Jugendverkehrsschule Groß-Gerau), Bernhard König von der Kreisverkehrswacht, Natalie Kubalski (Staatliches Schulamt) sowie Daniela Raab und Ralf Drexelius von der Jugendverkehrsschule. In den vergangenen 32 Jahren haben bereits 50.000 Schülerinnen und Schüler an der Radfahrausbildung und der Verlosung teilgenommen, 306 Fahrräder fanden auf diesem Weg neue Besitzer.    Foto: Kreisverwaltung